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„Kultur für Zuhause“ – Folge 10:


Seit Beginn der Coronakrise veröffentlicht das Kulturamt Weinstadt unter dem Motto „Kultur für Zuhause“ wöchentlich Buchtipps oder das „Exponat der Woche“, ein jeweils ausgewähltes Ausstellungsstück aus einem städtischen Museum.
 
„Buchempfehlungen der Woche“, vorgestellt von Christina Kammerer, Leiterin der Stadtbücherei:
 
Suzanne Collins: Die Tribute von Panem – Das Lied von Vogel und Schlange. Die 10. Hungerspiele stehen an, ein Jubiläum. Als Besonderheit sollen dieses Mal Schüler des Abschlussjahrs die Tribute auf die Spiele vorbereiten. Auch der 18-jährige Coriolanus Snow soll als Mentor agieren. Die Familie Snow war einst sehr mächtig und wohlhabend, seit dem Krieg kämpft sie jedoch ums Überleben. Gelingt es Coriolanus seinen Tribut zum Sieg zu führen, könnten sie ihr früheres Leben zurück gewinnen.
 
Bei der Dystopie handelt es sich um die gelungene Vorgeschichte der Trilogie „Die Tribute von Panem“, ist jedoch unabhängig davon lesbar und daher nicht nur für „Panem“-Fans interessant. Suzanne Collins fesselt den Leser schnell in der Panem-Welt. Wieder macht sie deutlich, was Macht, Manipulation und Gewalt anrichten können. Das Jugendbuch hat es gleich auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft und ist auch für Erwachsene empfehlenswert.
 
 
Tommy Jaud: Der Löwe büllt. Nico Schnös, 47, verheiratet, Controller, ist total im Stress: Im Job läuft es nicht gut und seine Frau verbringt mehr Zeit beim Meditieren als mit ihm. Als die Situation auf der Arbeit eskaliert, schickt sein Chef ihn in Zwangsurlaub auf die Kanaren, begleitet von seiner Mutter.
 
Ein leichter, lustiger Sommerroman mit Tiefgang. Durch Rückblenden kommt so manches ans Tageslicht und zeigt, dass man auf sich und seine Lieben achten soll und dass man auch einfach mal nichts tun kann
 
Ausleihe:
Die Bücher können in der Stadtbücherei Weinstadt ausgeliehen werden. Für Fragen steht das Büchereiteam unter der Telefonnummer (07151) 693-322 sowie per E-Mail unter  stadtbuecherei@weinstadt.de zur Verfügung.
 
Museumsexponat der Woche, vorgestellt von Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Bernd Breyvogel: Putzmühle von 1848 in Heimatmuseum Pflaster 14 in Endersbach. Putzmühlen sind einfache, hölzerne Maschinen zur Reinigung des Getreides, der sprichwörtlichen „Trennung der Spreu vom Weizen“ (und anderer Getreide). In China bereits vor über 2000 Jahren im Einsatz, setzte sich die Putzmühle in Europa erst ab dem 17. Jahrhundert durch, dann aber flächendeckend, so dass sie heute ein Standardexponat in vielen europäischen Heimat- und Freilichtmuseen darstellt. Die Putzmühle im Heimatmuseum hingegen ist durch die schöne Besitzinschrift („Daniel Hetz in Endersbach“) mit der frühen Datierung (1848) und den Resten einstiger Bemalung eine Rarität.
 
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