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Integrationsbeirat startet in seine zweite Amtsperiode mit neuem Vorsitzenden


Zum Start in die zweite Amtsperiode des 2017 gegründeten Integrationsbeirats von Weinstadt am Dienstagabend, 21. Juli, hat es einige personelle Veränderungen gegeben. Prominent dabei ist der Wechsel an der Spitze: Der bisherige Vorsitzende Rainer Bliesener hat sein Amt an Hans-Joachim Strauss übergeben. Zudem sind einige Mitglieder verabschiedet und fünf neue im Gremium begrüßt worden. Als stellvertretende Vorsitzende des Integrationsbeirats wurde Hülya Seckin wieder gewählt. 
 
Oberbürgermeister Michael Scharmann dankte Rainer Bliesener (69) bei seiner Verabschiedung im Gremium: „Sie haben den Integrationsbeirat von Beginn an begleitet und mit an den Start gebracht. Ein neues Gremium mit Leben zu füllen, ist eine besondere Herausforderung. Sie haben diese Verantwortung angenommen“, sagte Scharmann in seiner Rede. In den drei Jahren seines Wirkens habe Bliesener eine Doppelfunktion erfüllt: sowohl als Vorsitzender im Beirat als auch als Vorsitzender im Integrationsverein Weinstadt e.V.. „Sie haben daher eine enorm wichtige Position im integrationspolitischen Geschehen in Weinstadt eingenommen“, betonte der Oberbürgermeister. Nun wird sich Rainer Bliesener auf seine Rolle im Integrationsverein konzentrieren und von dort aus das Zusammenwachsen der Nationen in Weinstadt fördern.
 
Neuer Vorsitzender ist nun der ehemalige Schulleiter des Remstalgymnasiums Hans-Joachim Strauss. Der 70-Jährige aus Strümpfelbach ist in Weinstadt nicht nur wegen seines zwei Jahrzehnte langen Wirkens als Rektor des RGW gut bekannt: 24 Jahre engagierte sich Strauss im evangelischen Kirchengemeinderat Strümpfelbach, 18 Jahre davon als Vorsitzender. Zwischen 2015 und Ende 2019 war er als VHS-Dozent in Integrationskursen tätig. „Sie sind in Weinstadt gut vernetzt und haben durch Ihren Unterricht an der VHS bereits einen guten Zugang zu dem Thema Integration“, betonte Michael Scharmann: „Wir als Stadt freuen uns auf die gute Zusammenarbeit im Integrationsbeirat.“
 
Der Integrationsbeirat Weinstadt wurde 2017 durch einen Beschluss im Gemeinderat gegründet. In der Zwischenzeit haben sich drei Arbeitsgruppen gebildet: Arbeit, Bildung und Begegnung. Die Aufgabe des Beirats ist laut Satzung die Förderung des guten Miteinanders in der Bevölkerung. Der Beirat soll Bindeglied der verschiedenen Kulturen und Nationen in Weinstadt sein und dadurch Informationsaustausch und Netzwerkarbeit ermöglichen. Der Beirat stellt die Interessenvertretung für alle Menschen mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung dar. Das Ziel des Beirats ist es, die örtliche Integrationsarbeit mit der Stadtverwaltung gemeinsam voranzutreiben.
 
Das Gremium ist wie folgt besetzt: Oberbürgermeister Michael Scharmann, jeweils ein Vertreter von SG Weinstadt, Jazzclub Armer Konrad, Musikschule Unteres Remstal, Kirchenvertreter, Integrationsverein Weinstadt, Großheppacher Schwesternschaft als Vertretung der Kindergärten, die geschäftsführende Schulleitung als Vertretung der Schulen, acht gewählte Mitglieder aus der Bürgerschaft mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung (aktuell sind fünf Plätze besetzt). Es gibt 13 stimmberechtigte Vertreter, vier beratende Mitglieder des Gemeinderats, drei beratende Mitglieder aus der Stadtverwaltung sowie das Familienzentrum Weinstadt als Gast. Die Geschäftsführung liegt bei der Integrationsbeauftragten der Stadt Weinstadt Stefanie Falk.
 
Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Integrationsbeirats am Dienstagabend nahm das Gremium neue Impulse auf: Prof. Dr. Anne-Katrin Schührer referierte über „Integration braucht Beteiligung“: Sie hob die Rolle der Kommune in der Integrationsarbeit hervor: Hier sei Begegnung und Verständigung lebbar.
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